KD-FritzBox 6360 austricksen

Telefon-Festnetz-Flatrates sind inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden. 1979 kostete ein Fünfminuten-Gespräch tagsüber 5,98 DM, also 3,06 Euro. Bei VoIP-Anbietern bekommt man in diesen Tagen für diesen Betrag rund 500 Minuten, das hundertfache.

Bei vielen aktuellen Anschlüssen ist eine Festnetz-Flat enthalten, für Gespräche zum Handy oder ins Ausland wird allerdings oft noch vergleichsweise kräftig kassiert. So auch bei meinem Kabel Deutschland-Anschluss. 19,9 Ct sind für eine Minute fällig, in umgekehrter Richtung werden bei Pre-Paid-Anbietern nur 9 Ct verlangt.

Deshalb diese kleine Bastelanleitung für Sparfüchse:

Die zwangsweise vorgegebene FritzBox 6360 mit einer eigenen Kabel-Deutschland-Version der Firmware verhindert, VoIP-Telefonanbieter wie beispielsweise sipgate zu nutzen. Eine andere Firmware kann man ebenfalls nicht aufspielen, da dies wirkungsvoll von Kabel Deutschland verhindert wird. Technisch und praktisch ist das wohl nötig, aber ärgerlich.

Die Lösung: Eine weitere FritzBox einsetzen und diese als IP-Telefon an der 6360 anmelden. An dieser Fritzbox schließe ich dann die regulären Telefone an. AVM beschreibt das etwas umständlich in diesem FAQ.

Leider verhindert ein Fehler in der Firmware-Version 85.05.07 oder 85.05.09 der FRITZ!Box 6360 Cable, dass IP-Telefone angemeldet werden können.AVM meldete aufgrund meiner Support-Anfrage: „Dieses Fehlerbild wird derzeit von uns untersucht.“

Seit kurzem habe ich nun die neue Version 85.05.22, die diesen Fehler behebt.

Mit einer günstig zum Beispiel bei eBay ersteigerten FritzBox 5140 wird es nun möglich, für Auslandsgespräche und Anrufe ins Mobilfunknetz einen anderen Anbieter auszuwählen. Nach der generellen Netzwerkkonfiguration geht es an die Telefon-Einrichtung, zwischen den beiden Boxen werden die Gespräche per VoIP übertragen.

FritzBoxen

FritzBoxen 6360 und 5140

Bei der 6360: Unter Telefon—Telefoniegeräte ein IP-Telefon einrichten und ein beliebiges Kennwort vergeben.

Bei der 5140: Unter Einstellungen – Telefonie – Internettelefonie die 6360 als Internetrufnummer eintragen. Außerdem dort den weiteren VoIP-Anbieter eintragen.

Im Bereich Wählregeln kann ich für die verschiedenen Ziele angeben, welcher Anbieter genutzt werden soll.

It’s the Bratwurst, stupid!

Nahezu jeder isst Bratwurst, jeder kennt Bratwurst.

Meine These: Wir müssen das Internet bratwurstiger machen. Die Bratwurst als Vorbild für das Internet mit allen und für alle.

Hier mal ein paar Beweise:

Die Bratwurst vereint schwarz und grün. Pizza-Connection in Zeiten des Internets.

Volker Beck (Grüne) und Dagmar Wöhrl (CSU)

Volker Beck (Grüne) und Dagmar Wöhrl (CSU)

Die Bratwurst ist Philosophie (via Sascha Lobo).

Die Bratwurst entfremdet den Menschen von seinem Essen. Dennoch ist sie der maximalste Vertrauensbeweis in seine Mitmenschen.

Die Bratwurst ist Wandel. Zunächst war eine Bratwurst eine Wurst aus Brät. Heute ist sie eine Wurst zum Braten (oder eine gebratene Wurst). Aus Brät ist sie immer noch.

Die Bratwurst ist international. Und doch immer “Bratwurst”. Hier beispielsweise ब्रैटवुर्स्ट

Rostbratwürste

Rostbratwürste – dicht an dicht wie die Bits im Netz (Schlurcher / CC-BY-3.0 & GDFL 1.2)

30 Millionen Nicht-Netz-Nutzer werden Bratwurst-Vergleiche verstehen. Erzählt vom Internet – mit der Bratwurst. Ich bin sicher: Es klappt.

NNN und KRS-Nutzer an die Blogs: Essen und Schule

30 Millionen Netz-Nicht-Nutzer, dazu x Millionen KRS-Nutzer, die das Internet einmal im Monat “anmachen”. Dreißig. Millionen.

Für die Techniker: 3 * 107

Fakten von Sascha Lobo, die mich aufrütteln. Gute Idee, dieses Jahr der Blogs. Bloggen ist wichtig. Geiles Bloggen ist hipp. Ohne Frage, mache ich ja gerade hier. Und hier. Und hier organisiere ich es. Hier habe ich mal einen Rotwein bei der Einrichtung verdient.

Selbst muss der Blogger sein. wordpress.com und tumblr.com sind bäh, weil die Inhalte sonst irgendwo mit den AGBs vollständig ausgenutzt werden. Freiheit kommt nur mit 1&1, Strato oder Host Europe. Oder so. Nein, stopp. Ich verfalle ich einen Läster-Modus.

Aber 30 Millionen Menschen bekommen nichts davon mit. Von SPIEGEL ONLINE nicht, also weder von Sascha Lobo noch von Annett Meiritz. Von mir schon gar nicht. An den Lobo erinnern sie sich, weil der doch – fun, aber kein fact – vor der letzten Talkshow diese Piraten in Deutschland geründet hat, die derzeit noch vor dem Horn von Afrika Patrouille fahren. Weiterlesen

Blogideen durch die re:publica, nicht nur.

Gefühlte tausend Ideen hatte ich heute, die dringend verbloggt werden müssten. Zum Beispiel:

  • Ein Post über über Fernsehschaffende auf der re:publica, die das Netz ganz unterschiedlich wahrnehmen.
  • Ein Intellektuellen-Blogpost über mindestens 1000 Fragen, denen endlich mal richtig auf den Grund gegangen werden muss.
  • Ein Blogpost über Münchner in Berlin.
  • Ein Blogpost über Sozen in Unionskreisen.
  • Ein Blogpost über Blogs.
  • Ein Blogpost über zu früh gelaunchte Webseiten mit krassen Fehlern.
  • Ein Blogpost über Wiederholungen von Fernsehsendungen auf Konferenzen.
  • Ein Blogpost über das Niveau von Bachelor-Arbeiten.
  • Ein Blogpost über Mädels.
  • Ein Blogpost über Foodblogs.
  • Ein Blogpost über Journalisten und die Kraft der Überschrift.
  • Ein Blogpost über Duzen und Gesiezt-Werden.
  • Ein Blogpost über Lobbying.
  • Ein Blogpost über Mettbrot und Spargel.
  • Ein Blogpost über Mailinglisten.
  • Ein Blogpost über morgen.

Mache ich. Vielleicht. Später.

Nur das noch:

Ich wünsche Euch eine gute Nacht.

Warum lebe ich in Berlin?

Seit 2001 arbeite ich in Berlin. Das B am Auto habe ich noch nicht so lange. Warum bin ich in die Stadt gezogen? Warum habe ich den Speckgürtel verlassen?

Die Wege waren mir zu weit, der 20-Minuten-Takt der S-Bahn nervte und im 21. Jahrhundert fand ich es auch nicht unangemessen, nicht nur Sandwege als Straßen vorzufinden. Ich vermisse allerdings meine kleine Kirche, den kleinen See in der Nachbarschaft und ein paar Kiefern – nicht alle.

Wie sehen Kinder in Berlin ihre Stadt? Ein großer Vorteil ist, dass in Berlin “jeden Tag die Sonne strahlt” oder die Infrastruktur: “viele Supermargts” in diesem “großen Land” . Eher als Vorteil würde ich es sehen, wenn das Kind mir die Adresse des Reh-Schlachters verraten würde.

Leben in Berlin

Leben in Berlin (kunstkrempel)

Frisches Wildfleisch wäre definitiv ein Grund, wieder nach Brandenburg zu ziehen. Zwillingstürme eher nicht.

Würde es sich für mich lohnen, mir Zugang zum Internet zu verschaffen?

Fundstück, immer wieder schön! (Die Frage kommt bei 1:15 Min.)

Regulierungshelfer: elternprojekt.info

“Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.” So dichtete bereits Friedrich Schiller. Glaubt man dem Wiktionary wird damit Selbständigkeit gelobt.

Peter Tauber, Historiker und Bundestagsabgeordneter, machte daraus: “Der Regulierer im eigenen Haus erspart das Gesetz”. Er stellte fest:

Es ist bezeichnend, dass viele Eltern nach der Politik rufen, um unliebsame Inhalte aus dem Internet zu verbannen. (…) Der Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen zu Hause geht den Staat aber nichts an. Hier sind die Eltern gefragt.

Kinder müssen die richtigen Kompetenzen im Umgang mit den neuen Medien erlernen. Aber was, wenn die Eltern sich selbst nicht so sicher sind? Wenn sie nicht wissen, wie das alles so funktioniert mit dem Internet und mit der neuen Technik? Wenn sie regulieren wollen, aber die Regeln nicht kennen? Angeblich stehen Erwachsene jeder technischen Innovation, die nach der eigenen Pubertät erfunden wurde, eher skeptisch gegenüber.

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