Geldwäsche. Organisierte Kriminalität. Terrorismus. Bundesschatzbriefe.

Die „Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH“ hieß früher Bundesschuldenverwaltung.

1996, im Jahr meines ersten Kontakts, hatte die Bundesschuldenverwaltung eine Telegramm-Kurzanschrift „Bundesschulden Badhomburg“. Für den ganz schnellen Kontakt, vermutlich. Inzwischen ist es keine Behörde mehr, sondern eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Die Schatzbriefe müssen auch nicht mehr umständlich über ein Depot bei der Bank gekauft werden. Sogar Online-Banking ist möglich. Das war allerdings im Frühjahr für Wochen nach gravierenden Sicherheitsproblemen nicht erreichbar.

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Beim Arzt

Seit einer Woche plagen mich hin und wieder Schmerzen im linken Fuß. Keine große Sache, aber unangenehm. Wird wahrscheinlich so wieder weggehen, dachte ich mir. Blieb aber länger als nötig.

Nun doch: Zum Arzt. Mein Hausarzt hat am Sonnabend zwei Stunden seine Praxis geöffnet. Bislang dachte ich, das macht er hauptsächlich für Berufstätige wie mich. Die Erkrankung ist nicht so gravierend, dass ich deswegen nicht arbeiten könnte. Der Sonnabend von 10 bis 12 Uhr ist hervorrangend für einen Arztbesuch und solche Fälle wie meiner geeignet.

Wartezimmer

Wartezimmer (Foto: mia! on flickr.com CC BY-NC-ND 2.0)

Ich komme in die Praxis und bin mehr als erstaunt: Die Patienten im Wartezimmer sind weder Notfälle, noch berufstätig. Alles Rentner mit viel Freizeit Beschäftigung von Montag bis Freitag.

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Schmerzlicher Abschied

Ich habe Abschied genommen. Ein Abschied, der schmerzte. Die Stunde des Abschieds hatte viel Unversöhnliches, obwohl sie vermutlich als Versöhnungsgeste gedacht war.

Entpflichtung. Bürokratisches Kirchendeutsch.

Vorher hatte ich dieses Wort noch nie benutzt, nicht einmal gehört. Der Pfarrer hat Konsequenzen gezogen und sich vorzeitig von seiner Gemeinde getrennt. Von seiner Gemeinde, die nach dem Willen vieler in ihrer Leitung nicht mehr seine sein sollte. Er wurde entpflichtet, nicht verabschiedet.

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Volksparteien sind Gemischtwarenläden

Die Debatte um die Volksparteien ist in vollem Gange. Alte Fahrensleute der Union streiten öffentlich, um die Richtigkeit ihrer Argumente. Einer, dem meine Lieblings-Sonntagszeitung sehr viel Platz für eine redigierte Rede einräumte, will die CDU mit alten Rezepten über Wasser halten über 40 Prozent bringen. Erste Maßnahme: Er schweigt nicht länger. Im Kern hofft er, die alte Stärke würde irgendwie wiederkommen, wenn man nur fest genug daran glaube und die Programme wieder herausholte, die entweder damals schon nicht funktionierten oder zu herben Wahlniederlagen führten.

Meine Meinung: Das wird nichts. 

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Politcamp-Debatte über Abgeordnetenwatch

Snippets der Antworten auf den Profilseiten von cducsu.de

Snippets der Antworten auf den Profilseiten von cducsu.de

Beim Politcamp-Blog habe ich unaufgeregt über Abgeordnetenwatch geschrieben. Ein Mittel der Öffentlichkeitsarbeit – eins unter vielen.

Ergänzung August 2014: Da sich der Verein PolitCamp leider aufgelöst hat und ich nicht weiß, wie lange die Webseite politcamp.org noch betrieben werden wird, habe ich diesen Artikel von mir aus dem August 2011 hierher gerettet — ich finde ihn nach wie vor gut und stehe nach wie vor dahinter.

ABGEORDNETENWATCH IST EIN MITTEL DER ÖFFENTLICHKEITSARBEIT – EINS UNTER VIELEN

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ihren Abgeordneten bereits in der vergangenen Wahlperiode empfohlen, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auch bei abgeordnetenwatch.de für ihre Überzeugungen zu werben und Fragen zu beantworten. Die damalige Parlamentarische Geschäftsführerin Martina Krogmann, die ihren Kolleginnen und Kollegen diesen Rat gab, gehörte in der letzten Wahlperiode zu den Spitzenreitern sowohl bei den Fragen als auch bei deren Beantwortung.

Es gibt in den Reihen der Abgeordneten aller Fraktionen Kritiker, die grundsätzliche Bedenken anführen oder im Einzelfall schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Von den Betreibern abgeordnetenwatch wird ihre Seite als Instrument der transparenten Bürgerkommunikation gepriesen.

Ich bin einer der wenigen, die sich weder den glühenden Befürwortern zurechnen, noch Gegner dieser Seite sind. Abgeordnetenwatch ist EIN Mittel der Öffentlichkeitsarbeit eines Abgeordneten. Eines unter vielen, das durchaus sinnvoll sein kann. Die eigene Meinung wird auf einer unabhängigen Internetseite veröffentlicht und dort von einer Zielgruppe wahrgenommen. Bei ähnlich gelagerten Anfragen kann das Büro auf die einmal gegebene Antwort verweisen, im Idealfall erspart diese einem anderen eine erneute Frage. Journalisten, insbesondere Lokaljournalisten, wird ein wahrer Fundus von Recherchemöglichkeiten eröffnet. Noch zu viele Journalisten haben diese Chance bislang ungenutzt verstreichen lassen.

Aber seien wir ehrlich: Die Wiederwahl hängt nicht davon ab und auch nicht die Nominierung bei der nächsten Wahlkreisaufstellung innerhalb der Partei. Wenn sich ein Abgeordneter gegen eine Teilnahme entscheidet, dann ist das keine Kommunikationsverweigerung oder mangelnde Transparenz, sondern zunächst einfach nur die Entscheidung gegen einen Kommunikationskanal.

Auf den Profilseiten der Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion werden Schnipsel der aktuellsten Antworten veröffentlicht: Nur bei den Abgeordneten, die sich mit aussagekräftigen Antworten beteiligen, ohne Diskriminierung deren, die dies nicht tun.

Die Snippets werden von der Redaktion von abgeordnetenwatch ausgewählt. Diese Auszüge verweisen auf die ausführliche Antwort bei abgeordnetenwatch. Nach einer ausführlichen Testphase und einem kontinuierlichen Monotoring erfolgt der Import seit geraumer Zeit automatisiert, ohne direkte redaktionelle Begleitung der Internet-Redaktion.

Beispiel: Die Antworten unserer Abgeordneten, die sich beteiligen, werden auf diese Weise im Netz breiter gestreut und leichter auffindbar. In diesem weiteren Sinne steht für die Fraktion nicht die Kommunikation mit dem Fragesteller im Vordergrund, sondern die Multiplikationswirkung der öffentlichen Äußerung.

Zum Original hier entlang…

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