Digitale Generation nicht diffamieren und kriminalisieren

Schon vor einigen Wochen, als es dieses Blog noch gab, schrieb ich bei irights.info zur Zukunft des Urheberrechts: Digitale Generation nicht diffamieren und kriminalisieren.

Urheberrecht
Das Urheberrecht ist kompliziert – erst recht im digitalen Zeitalter (Grafik: irights.info (CC BY-ND 2.0)

Da sich beim Urheberrecht noch nichts verändert hat, ist der Text hinreichend aktuell. Wer mag, liest hier weiter.

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Ein hörendes oder gehorsames Herz

Der Deutschland-Besuch des Papstes ist vorbei. Der Rummel, die Sicherheitsmaßnahmen, die Großveranstaltungen und die Gottesdienste sind Geschichte. Für viele Katholiken hat die Anwesenheit, die Nähe zum Papst eine besondere Bedeutung. Ich freue mich für sie, wenn die Begegnung mit dem Papst sie ihn ihrem Glauben gestärkt hat. Es ist ein überzeugender Glaubensbeweis, wenn sich überall in Deutschland zehntausende Christen gemeinsam versammeln und beten.

Auch ich bin immer wieder berührt, wenn ich in Gemeinschaft mit anderen meinen Glauben bezeugen kann. Besondere Bedeutung hat für mich jedoch der Vers aus dem Matthäus-Evangelium:

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Math 18,20)

Das ist das Besondere des evangelischen Glaubens, dass es eben nicht der Kirche bedarf, um seinen Glauben zu bezeugen.

Keiner soll alleine glauben.

Keiner soll alleine glauben. (Michael Panse on flickr.com (CC BY-ND 2.0))

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Zeitbombe Internet

Nebenan in der Digitalen Mitte habe ich mir ein paar Gedanken zum Buch „Zeitbombe Internet: Warum unsere vernetzte Welt immer störanfälliger und gefährlicher wird“
gemacht. Alles wichtige könnt Ihr da lesen.

Buch-Cover ZEITBOMBE Internet

Buch-Cover ZEITBOMBE Internet

Hier nur eine kleine, wirklich unwichtige Ergänzung: Vielen Dank an die Autoren für die Erwähnung eines Zitats aus meiner Feder auf Seite 210.

Aber nun weiter in die Digitale Mitte zur Rezension.

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Stephan Eisel: Internet und Demokratie

Wie es aussieht, geht das Internet nicht mehr weg. Gegen das Abschalten des Internets, selbst wenn man es vorher noch komplett ausdrucken würde, wie gelegentlich von Abgeordneten gefordert wird, würde sich Volkes Zorn erheben.

Stephan Eisel hat daher ein im Prinzip sinnvolles Buch geschrieben: Internet und Demokratie. Beides sollte unserem Land erhalten bleiben. Die Demokratie haben wir schon etwas länger, vielleicht kann das Internet dazu beitragen, dass die Demokratie auch nicht mehr weggeht. Wenn man das Buch liest, kann man sich da nicht mehr so sicher sein.

Netz-Extremisten, Internet-Kriminelle, Cyberwar, Entgrenzung, Brandbeschleuniger, fragmentierte Echogesellschaft, Suchmaschinensucht. Das sind nur einige Schlagworte aus den Kapitelüberschriften, die in deutlichem Gegensatz zu dem Anspruch des Autors stehen: „Mir kommt es auf eine nüchterne und sachliche Betrachtung der Möglichkeiten und Wirkungen des Internets an.“

Unter der Überschrift „Weder Volkssport noch Alltagsdominanz“ rechnet Eisel sich die Statistiken zur Internetnutzung und digitalen Spaltung passend. Tenor: Das mit dem Internet ist alles gar nicht so dolle. Die Leute nutzen es viel weniger als man nach erstem Blick auf die Umfragen denken könnte.

Kabinen, Technik, Computer und Kabel im Bundestag 2005

Kabinen, Technik, Computer und Kabel im Bundestag 2005 (Dt. Bundestag, Studio Kohlmeier)

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Der Wunsch nach dem Kunden-Seminar für die Discounterkasse

Der Wochenendeinkauf beim Lebensmitteldiscounter könnte fast entspannend sein – wenn der Stress an der Kasse nicht wäre.

Der fängt spätestens damit an, dass ich mir genau überlegen muss, in welcher Reihenfolge ich die Einkäufe auf’s Band lege. Zerbrechliche Sachen gehören nicht unten in den Einkaufswagen, müssen also zuletzt auf‘s Band. Die schweren Sachen kommen zuerst dran. Immer im Blick: Den Betrieb nicht aufhalten, meine Mit-Kunden nicht verärgern, nicht zu viel bezahlen und nichts fallen lassen.

Einkaufszettel

Einkaufszettel

Ich habe schon nach dem Kundenseminar „Kassieren und Einkaufswage packen – leicht gemacht“ gefragt, erntete aber nur ungläubige Blicke. Manche Kassenkräfte scannen die Waren so schnell, dass diese sich auf dem viel zu kleinen Fleck hinter dem Scanner stapeln und ich kaum hinterher komme, die wieder in meinen Wagen zu packen. Was machen wohl ältere Leute? Kaufen die nicht so viel ein? Oder kaufen die nicht beim Discounter?

Vielleicht sollte ich darauf bestehen, dass die Waren nicht gescannt werden, sondern die Nummern von Hand in die Kasse getippt werden.

Oder ich sollte mehr Obst und Gemüse kaufen, die an der Kasse ausgewogen werden müssen, und dies dann geschickt über das Band verteilen. Jeder Wiegevorgang kostet Zeit der Kassiererin und verschafft mir einen Zeitvorteil beim Einpacken.

Den Überblick, ob alles richtig gescannt wurde, kann ich dabei aber auch nicht behalten. Da muss ich mich am Ende auf mein Gefühl verlassen, ob die Summe zum Inhalt des Einkaufswagens passt.

An der Kasse sitzt die (einzige) Ansprechpartnerin des Unternehmens, mit der ich kommuniziere. Das sollten sich auch Discounter bewusst machen.

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In der Stuttgarter Zeitung

Mein Blogpost zum Terrorverdacht Begehren der Finanzagentur wurde auch in den Printmedien aufgenommen. Kein schlechter Schnitt: Drei gehaltvolle Blogposts und schon die erste Presseanfrage. ;)

Die Stuttgarter Zeitung hat meinen Fall zum Aufhänger für einen Bericht genommen. Ich bin nicht allein: 280.000 ähnliche Fälle müssen ein überlastetes Call-Center und die Mitarbeiter bei der Finanzagentur bearbeiten. Das Geld dafür hätte man doch lieber in ein paar Zehntel höhere Zinsen investieren können. Damit es mal wieder in Richtung 7,5 Prozent geht.

Ausriss aus der Stuttgarter Zeitung vom 6.9.11

Ausriss aus der Stuttgarter Zeitung vom 6.9.11

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Kompromisse bringen Akzeptanz

Noch vor ein paar Monaten habe ich beim 13. Social Media Club Berlin getwittert: „Netzpolitik ist nichts für Parteipolitiker.“ Dieser Politikbereich ist war noch so neu, dass sich dort die Positionen noch festigen müssen. Und diejenigen, die noch in ihren Schützengräben der Parteipolitik auf anderen Politikfeldern sitzen, müssen für die Netzpolitik herauskommen.

Denn: Das Verständnis von Freiheit und Sicherheit – zwei wesentliche Elemente meiner CDU und für jeden Bürger – werden durch und mit dem Internet neu positioniert. Die Innenpolitiker haben das getan und setzen auch online vor allem auf: Mehr Sicherheit. Eine durchaus menschliche Reaktion, gerade bei neuen Dingen möchte man doch ein großes Maß an Sicherheit haben.

Freiheit statt Sozialismus

Freiheit statt Sozialismus (Bundestagswahl 1976)

Die Grundorientierung der CDU ist jedoch klar: Freiheit. Wir erinnern uns: 1976 hieß nicht „Aus Liebe zu Deutschland: Sicherheit statt Sozialismus“, sondern

Aus Liebe zu Deutschland: Freiheit statt Sozialismus.

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