Stephan Eisel: Internet und Demokratie

Wie es aussieht, geht das Internet nicht mehr weg. Gegen das Abschalten des Internets, selbst wenn man es vorher noch komplett ausdrucken würde, wie gelegentlich von Abgeordneten gefordert wird, würde sich Volkes Zorn erheben.

Stephan Eisel hat daher ein im Prinzip sinnvolles Buch geschrieben: Internet und Demokratie. Beides sollte unserem Land erhalten bleiben. Die Demokratie haben wir schon etwas länger, vielleicht kann das Internet dazu beitragen, dass die Demokratie auch nicht mehr weggeht. Wenn man das Buch liest, kann man sich da nicht mehr so sicher sein.

Netz-Extremisten, Internet-Kriminelle, Cyberwar, Entgrenzung, Brandbeschleuniger, fragmentierte Echogesellschaft, Suchmaschinensucht. Das sind nur einige Schlagworte aus den Kapitelüberschriften, die in deutlichem Gegensatz zu dem Anspruch des Autors stehen: „Mir kommt es auf eine nüchterne und sachliche Betrachtung der Möglichkeiten und Wirkungen des Internets an.“

Unter der Überschrift „Weder Volkssport noch Alltagsdominanz“ rechnet Eisel sich die Statistiken zur Internetnutzung und digitalen Spaltung passend. Tenor: Das mit dem Internet ist alles gar nicht so dolle. Die Leute nutzen es viel weniger als man nach erstem Blick auf die Umfragen denken könnte.

Kabinen, Technik, Computer und Kabel im Bundestag 2005

Kabinen, Technik, Computer und Kabel im Bundestag 2005 (Dt. Bundestag, Studio Kohlmeier)

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