Ferientermine Berlin in Google Kalender

Mit Google Kalender habe ich bislang wenig Erfahrungen gesammelt. Das liegt vorrangig daran, dass ich beruflich mit Outlook, Blackberry und Exchange arbeite und damit zufrieden bin.

Jetzt brauchte ich privat eine Kalenderanwendung und weil ich gerne mit Google Docs arbeite, habe ich Google Calendar getestet. Das Konzept der öffentlichen Kalender ist prima. Nur finde ich keine veröffentlichten Kalender. Irgendeiner muss doch schon einmal beispielsweise die Schulferien in Berlin in einen Google-Kalender getippt haben und diesen Kalender veröffentlicht haben. Aber wie finde ich den?

In meiner Google Suchblase taucht kein solcher Kalender auf. Auch bei Interessante Kalender ist das nicht zu finden.

Damit sich nicht noch mehr dumm und dusselig suchen, habe ich meinen Kalender veröffentlicht und biete ihn zur Nutzung an.

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Glasiglus

Rund 24 Liter Wein trinkt der Deutsche durchschnittlich in einem Jahr. In unser Hausgemeinschaft sind es vermutlich deutlich mehr. Anders kann ich mir den überfüllten Glascontainer in unserer Müllbox nicht erklären. Dort stehen zwei große 1100 l Altglas-Container, einer für Buntglas, der andere für Weißglas.

Weinkonsum weltweit

Weinkonsum weltweit (Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0))

Der Container wurde beim letzten Mal nicht abgeholt. Der Grund hierfür: Seine Beliebtheit. Wie kann das sein? Nun, der Container war voll. Es passt wirklich keine Flasche mehr hinein. Und es sind vorrangig Weinflaschen, die dort eingeworfen werden. Irgendeiner der lieben Nachbarn hat dann die ersten Flaschen vor den Container gestellt. Ein anderer Nachbarn folgte dem Beispiel, irgendwann setzte der Herdentrieb ein.

Der Entsorger hat vermutlich entschieden, seine Mitarbeiter nicht mit der Einzelabholung von Flaschen zu beschäftigen, sondern sich mehr an der Abholung von gefüllten 1.100 l-Containern zu orientieren. Immerhin ist der Service für Mieter und Eigentümer kostenlos.

Wenn allerdings gefühlte 100 Flaschen vor dem Container stehen, schlägt die Abholung des Containers fehl. Folge: Es werden weitere Flaschen vor dem Container abgestellt.

Nun, warum haben wir das Problem überhaupt? Wenn ich die Nachbarn per Definition als Problem ausschließe, bleibt die Verpackungsverordnung. Diese bestimmt relativ klar:

Vertreiber, die Getränke in Einweggetränkeverpackungen mit einem Füllvolumen von 0,1 Liter bis 3 Liter in Verkehr bringen, sind verpflichtet, von ihrem Abnehmer ein Pfand in Höhe von mindestens 0,25 Euro einschließlich Umsatzsteuer je Verpackung zu erheben.

Um dann weniger klar einzuschränken, dass diese Pfandpflicht nur für bestimmte Getränke gilt. Bier und Cola scheinen in Deutschland keine gute Lobby zu haben. Wein und Säfte hingegen schon.

Wenn es in Deutschland Pfand auf Weinflaschen geben würde, dann würde das Stadtbild nicht mit diesen hässlichen „Glasiglus“ verschandelt. Allein in Berlin stehen ca. 6.000 Iglus als Symbol für das ökologische Gewissen der weintrinkenden (?) Bevölkerung.

Schon der Name ist ein Problem: Glasiglu. GLA-SIG-LU oder GLA-SI-GLU oder doch GLAS-IG-LU.

Immer wieder gab es Vorstöße verschiedener Gruppen, eine Pfandpflicht auf Weinflaschen einzuführen. Hier, hier und hier. Zuletzt wohl der Deutsche Städtetag im Mai 2011:

Sauberkeit als Vorstufe von Sicherheit

(…) wäre es hilfreich, Einwegverpackungen generell unter Pfandpflicht zu stellen, um der damit verbundenen Wegwerfmentalität Einhalt zu gebieten (z. B. Änderung der Verpackungsverordnung).

Sicherheit und Ordnung in der StadtPositionspapier des Deutschen Städtetages, beschlossen vom Hauptausschuss auf seiner 201. Sitzung am 3. Mai 2011 in Stuttgart

Mein Weinkonsum ist eher europäisch geprägt. Würde ein deutsches Pfandsystem für Wein im europäischen Binnenmarkt funktionieren?

Beim Blick in unseren Müllraum an Feiertagen bin ich sofort dafür.

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