Günther Schild muss sterben

Bundesschatzbriefe sterben. Und mit ihnen stirbt wohl Günther Schild, das Maskottchen der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland, einen langsamen Tod.

Günther Schild, Finanzexperte

Günther Schild, Finanzexperte (Screeshot: www.bundeswertpapiere.de)

Etwas behelfsmäßig und gewohnt bürokratisch hat die Finanzagentur auf ihrer Webseite bekanntgegeben:

Das Bundesministerium der Finanzen hat unter dem  Gebot einer möglichst kostengünstigen Gestaltung der Kreditaufnahme des Bundes entschieden, das Privatkundengeschäft mit Bundeswertpapieren unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht weiter fortzusetzen und den Vertrieb von Privatkundenprodukten zum Jahresende 2012 einzustellen.

Dabei klang klingt es so gut auf bundeswertpapiere.de:

… weisen und bequemen Art, mehr aus
Ihrem Geld zu machen. Mit krisenfester Rendite und hoher Sicherheit. Gebührenfrei und transparent. Unkompliziert und Nerven schonend. Es ist ganz einfach …

Krisenfeste Rendite? Aber die aktuellen Rahmenbedingungen, d.h. die aktuellen Konditionen sprechen eine andere Sprache:

Konditionen

Aktuelle Rendite Bundesschatzbriefe (Screenshot: deutsche-finanzagentur.de)

Schon im letzten Jahr hat die Finanzagentur ihre treuesten Kunden vergrault und massiven Ärger auf sich gezogen. Langjährige Kunden wurden aufgefordert, fehlende Angaben wie ihren Geburtsort – selbstverständlich amtlich beglaubigt – nachzuliefern. Alles wegen einer Novelle des Geldwäschegesetzes. Und nun: Ende.

Der Staat will das Geld seiner Bürger nicht mehr. Jedenfalls nicht mehr direkt und schon gar nicht unbürokratisch. Schade.

Günther Schild war kein Zocker. Jetzt hat er dennoch ausgedient.

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