Berlin. Herz und Schnauze

Baum in Berlin.

Baum in Berlin.

Ein älterer Journalist schreibt das, was ich, stünde es in einem Blog, einen Rant nennen würde: Schnauze voll!

Ich bin auch seit zehn Jahren in der Stadt. Ich kann es nicht umkommentiert lassen.

Nach zehn Jahren Berlin reicht es jetzt. Ich werde gehen. München, Hamburg, Heimatstadt – egal, nur raus hier.

Er weiß nicht wohin – trotz großer Lebenserfahrung.

In keiner Stadt ist der Bürgersinn so unterentwickelt.

Er mault rum statt anzupacken.

Ein weiterer Grund, diese Stadt zu fliehen: dass man zum Armutsverächter werden könnte, ebenso wie man vorher schon Reichtumsverächter war.

 Er schreibt »man«, obwohl er nur »ich« meint.

Diese Ost- beziehungsweise West-Nostalgie der eingesessenen Berliner meiner Generation nervt zunehmend.

Er schließt von sich auf andere.

… der öffentliche Raum vermüllt wird mit grinsenden Ungeheuern namens „Buddy Bären“ – große Plastikteile mit hochgestreckten Tatzen, die aussehen, als wären sie von unterbelichteten Dekorateuren bemalt worden.

Er muss schon länger nicht mehr hier gewesen sein.

Die Buddy-Bären kamen 2002 in die Stadt und sind seitdem auf Welttournee. Großartige Werbung für die Stadt, übrigens.

2005 war er toleranter. Da schrieb er über den Künstler Florin Kompatscher aus Bozen:

Ich versuchte ihn zu beruhigen. Ich will, dass er in Berlin bleibt. So was kann schließlich überall vorkommen.

 

 

Auch lesenswert: Berlin, Du bist so wunderbar…oder: Warum ich in Berlin bleibe

Flattr this!

Sprachpolizei bei der kleinen Hexe: Neger und Wichse

Die kleine Hexe von Ottfried Preußler muss ohne Neger auskommen. Die Schuhe in dem Kinderbuch werden nicht mehr gewichst, sondern geputzt. Wer bei »durchgewichst« an Geschlechtsverkehr denkt, liegt ohnehin daneben. Die Rede ist von der Prügelstrafe: Kinder, die verhauen, über’s Knie gelegt werden.

Sprach-Clownerie um die kleine Hexe (By Usien  CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0, via Wikimedia Commons)

Sprach-Clownerie um die kleine Hexe (By Usien CC-BY-SA, via Wikimedia Commons)

Bei Kinderbüchern, die in jeder Kindergeneration gelesen und verstanden werden sollen, kann ich nachvollziehen, dass die Wichse durch »Prügel« oder »Schuhcreme« ersetzt werden soll. Das Wort wird zwar im Duden noch korrekt erläutert, umgangssprachlich aber nahezu nicht mehr verwendet.

Anders beim Wort Neger. Hier soll die Szene offenbar deutlicher und auch inhaltlich verändert werden. Der Verlag schreibt:

In jener Szene, in der das Wort ‚Neger‘ auftaucht, wird Fasching gefeiert. Otfried Preußler ist dabei wichtig, diese Tradition darzustellen. Die Kinder verkleiden sich auf verschiedene Weise und darunter muss nicht notwendig eine Verkleidung als ‚Neger‘ sein. Der Inhalt der Szene, der Witz und die Intention werden nicht verändert, wenn eine andere, nicht ethnische Verkleidung gewählt wird.

Zu Ende gedacht bedeutet dies, liebe Narren: Karneval ist nur noch korrekt in einer »nicht ethnischen Verkleidung«. Indianer, Neger oder Eskimo sind ab sofort nicht erwünscht, und Euch droht der Ausschluss aus der Festsitzung oder der Platzverweis beim Rosenmontagszug. Zukünftig könnte es auch sein, dass man sich im Karneval nicht mehr als Bankräuber (Aufruf zur Begehung von Straftaten) oder Polizist (übertriebene Gewaltdarstellung) verkleiden darf. Clown geht wahrscheinlich auch nicht, da damit indirekt die unmenschliche Haltung von Zootieren unterstützt wird.

Durch derartige Sprachanpassungen wird Rassismus nicht beseitigt.
Im Großen Brockhaus von 1955 heißt es unter dem Eintrag Neger:

Die Akklimatisationsfähigkeit und soziale Anpassungsgabe des N. hat die wirtschaftliche Erschließung weiter Teile Afrikas und Amerikas ermöglicht. […] In dienender Rolle ist der N. bei gerechter Behandlung ansprechbar und treu.

Unfassbar, auch für das Jahr 1955! Da springt der Rassismus dem Leser unmittelbar entgegen und würde auch nicht eliminiert, wenn man beim Lesen das Wort Neger durch ein garantiert nicht negativ konnotiertes Wort ersetzte.

Keine Sprachpolizei, bitte! 

Sprache verändert sich, wenn sie benutzt wird. Neue Wörter entstehen, andere wechseln die Bedeutung. Das ist gut und richtig. Da Ottfried Preußler mit der Änderung einverstanden ist, sind die Änderungen für die Neuauflage hinnehmbar. Ich hätte mich an seiner Stelle jedoch anders entschieden. Sprache ist ein lebendiges Ding im Kontext ihrer Zeit.

Eine Sprachpolizei brauchen wir nicht. Rassismus verschwindet nicht, wenn einzelne Begriffe verbannt werden. Und die Verwendung eines negativ konnotierten Wortes macht den Sprecher nicht automatisch zum Rassisten.

Toleranz und Gleichberechtigung müssen wir alle immer wieder leben und praktizieren. Der richtige Sprachgebrauch stellt sich dann ganz von selbst ein.

Flattr this!

Christus mansionem benedicat 20*C+M+B+13

20*C+M+B+13

Ein Stern, die Jahreszahl und drei Kreuze für die Dreifaltigkeit [20*C+M+B+13]

Die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde St. Hildegard segneten mit den traditionellen Buchstaben CMB und der Jahreszahl 2013 heute unsere Wohnung. Sie kommen nicht nur in katholische Haushalte, sondern zu jedem, der den Segen empfangen möchte.

»Christus mansionem benedicat« bedeutet »Christus segne dieses Haus«. Vier Kinder, begleitet von einem erwachsenen »Kamel«, sangen mit uns und erzählten uns viel über die diesjährige Sammelaktion des Kindermissionswerkes.

Die Kinder sind gekleidet in Königsgewänder und repräsentieren die drei Weisen aus dem Morgenland, Caspar, Melchior und Balthasar. Das vierte Kind trägt den Stern. In größeren Städten kommen die Sternsinger in der Regel auf Bestellung. Erkundigen Sie sich bei der nächstliegenden katholischen Kirchengemeinde.

42,4 Millionen Euro sammelten Sternsinger bei der Aktion 2012 in Deutschland, davon in St. Hildegard über 20.000 Euro.

Sternsinger 2013

Sternsinger-Aktion 2013

Unsere Spende hilft mit, die medizinische Versorgung in Tansania zu verbessern. Nur sehr wenige Ärzte arbeiten dort, die Wege für Patienten zum nächsten Arzt oder Krankenhaus sind sehr weit, oft über 100 km. Mit dem Geld soll ein geländegängiger Krankenwagen finanziert werden.

Die Kinder berichteten uns, dass sie sich seit November auf die Sternsinger-Aktion 2013 vorbereitet hatten. Unter anderem mit diesem Film, in dem Kinderreporter Willi die Lebenssituation in Tansania beschreibt.

In Tansania leben 41 Millionen Menschen. Das Land liegt in Ostafrika am Indischen Ozean und ist etwa 2,5-mal so groß wie Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt nur 578 US-Dollar.

Tansania (CC BY-SA)

Tansania (Screenshot: Wikipedia CC BY-SA)

Flattr this!

Mettsicherheit

Im Ausland wurde deutsches »Raw pork on a roll« als mögliche Quelle der Trichinenkrankheit gefürchtet. Doch die CDC entwarnt: Nur 12 Fälle pro Jahr im Durchschnitt.

Sicher ist: Mett hat gesellschaftspolitische Relevanz. Die Netzpolitik kommt ohne Mett nicht aus (re:mett bei der re:publica), ebenso kann es zukünftig begleitend zur Familienplanung eingesetzt werden.

Die Grünen haben heute auf ihrer Homepage der Presse ein Schweinemett-Gutachten vorgestellt.

Mett-Ergebnis

Mett-Ergebnis auf gruene.de

In zehn großen Städten kauften Metttester jeweils fünf Mettproben – scheinbar repräsentativ für alle Mettbrötchen des Jahres in ganz Deutschland. Eine Mettmeinungsumfrage. Gefunden haben die Tester in acht der 50 Mettproben eine Substanz, die ESBL. Betroffene dieses größten Mettskandals der Nachkriegsgeschichte sind eine Bäckerei in der Heimatstadt unsere Ex-Bundespräsidenten, Discounter im piekfeinen Hamburg und karnevalistischen Köln sowie der BILD noch unbekannte Quellen in Leipzig, München und Essen, das bei Insidern als Heimatstadt dieses Frühstücks gilt.

Schmuddel-Hauptstadt Berlin ist in Sachen Feuerwehrmarmelade scheinbar sauber. Unerwartet in den Augen vieler besorgter Bürgerinnen und Bürger. Flughafen können die nicht, S-Bahn auch nicht, aber Mettbrötchen! Internetbewohner ahnten dies schon seit rund zwei Jahren. Wie wäre es sonst zur weltweit größten Mettbrötchenvertilgung am Rande einer Bloggerkonferenz gekommen?

Mein re:mett12-Brötchen

Mein re:mett12-Brötchen

BILD rechnet uns vor, dass »rund 16 Prozent der Proben« belastet seien. Scharf nachgerechnet sind sogar genau 16 Prozent.

Wir halten fest: ESM und EFSF sind zweitrangig seit das Ringöffnungsprodukt in der Regel spontan decarboxyliert.

Antibiotikaresistente Keime auf roh verzehrtem Fleisch sind eine tickende Bombe”, höre ich Friedrich Ostendorff, den agrarpolitischen Sprecher der Grünen-Fraktion in Osnabrück  den Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes zurufen.

Die US-Marines haben damit kein Problem. Die sprengen dieses ESBL notfalls einfach.

US-Marines bei der Mettsprengung

US-Marines bei der Mettsprengung

Auch keine genau weiß, wie hoch das Risiko ist, durch den Konsum von ESBL-belasteten Lebensmitteln zu erkranken. Denn: Die meisten Keime sind offenbar harmlos, klärt uns Spiegel online auf.

Morgen könnte dann bitte jemand klären, warum sich eine Bundestagsfraktion ein Gutachten zur Mettsicherheit bestellt.

Flattr this!

Die gewöhnliche Hausgans

Per E-Mail erreichte mich dieser Text zu meiner Märchen-Blogparade.

Die gewöhnliche Hausgans

Die gewöhnliche Hausgans (ripperda on flick.com (CC BY 2.0))

Es war einmal eine schöne, weiße ganz gewöhnliche Hausgans. Sie war immer etwas ängstlich und unglücklich, wusste aber nicht, warum.

Sie lebte mit vielen anderen schönen, weißen ganz gewöhnlichen Hausgänsen auf einem großen Bauernhof. Den Bauern bekamen sie selten zu sehen. Nur manchmal kam er kurz vorbei, blickte alle Gänse ganz genau an und nahm eine mit.

So lebten sie alle sicher und zufrieden.

Jeden Tag kam ein Junge, der Gänsehirte. Er führte sie morgens auf eine saftige Wiese, dort konnten sie fressen, so viel sie wollten und ruhen, solange sie wollten. Abends brachte er sie wohlbehalten zurück. Denn der Gänsehirte passte immer gut auf sie auf. Kam einmal ein schlauer Fuchs herangeschlichen, verscheuchte er diesen mutig mit seinem langen, starken Hirtenstab. Das gelang ihm fast immer.

Auf dem Weg zum Bauernhof achtete er ganz besonders darauf, dass die Gänse nicht zu Nahe an einen Abgrund kamen. Denn das wäre gefährlich! Die weißen, gewöhnlichen Tiere könnten hinab fallen und dann sterben. Denn es wurde ihm gesagt, dass Gänse dumm seien.

Eines Tages kam wieder ein Fuchs. Diesmal schlich er nicht langsam heran, sondern er stürzte sich ganz plötzlich auf die vor sich hinschlummernde Gänseherde. Selbst der Hirtenjunge hat diesen hinterhältigen Überfall nicht kommen sehen.

Aufgeregt stoben alle Gänse auseinander, jede in eine andere Richtung.

Die ängstliche, unglückliche, weiße Hausgans lief in ihrer Panik schnurstracks in die Richtung eines tiefen Abgrundes. Der Fuchs eilte hinter ihr her. Er kam immer näher und näher.

Als sie nun vor der abgrundtiefen Schlucht stand, schien ihr Leben ein Ende zu nehmen.

Plötzlich hörte sie über sich, hoch in den Lüften, ein Rufen: „Komm, flieg! Du kannst doch fliegen!“

Es war eine graue, zähe Wildgans.

„Wag es, flieg! Du bist ein Vogel, du hast Flügel, gebrauche deine Flügel! Wag es, flieg!“

Als der Fuchs schon ganz nahe war und er grad zum Sprung ansetzte, riss die weiße Hausgans die Augen auf, breitete zum erstmal in ihrem Leben ihre Flügel aus, vergaß dabei ihre Furcht, setzte einen Schritt über den Abgrund hinaus – und flog und flog und flog, soweit sie nur konnte.

Sie flog und flog und flog. (saturn ♄ on flickr (CC BY-SA 2.0)

Sie flog und flog und flog. (saturn ♄ on flickr (CC BY-SA 2.0)

Die ersten Flügelschläge waren schwierig, ungewohnt und sehr anstrengend – und kurz tauchten Zweifel auf.

Doch je mehr sie in die Höhe und in die Weite flog, je mehr sie von der wunderbaren Welt sah und je mehr andere graue Wildgänse an ihrer Seite sie begleiteten, desto freudiger und glücklicher wurde sie in diesem aufregenden, gefahrenvollen Leben.

Und aus der ängstlichen Hausgans wurde eine glückliche Wildgans, die jeden Tag ungewöhnliche Abenteuer erlebte.

Wildgänse

Wildgänse (saturn ♄ on flickr CC BY-SA 2.0)

Die Autorin dieses Märchens ist Erika Fruth. Sie arbeitet als Sprachgestalterin/Sprachtherapeutin in München. 

Flattr this!

NDR Blue: Öffentlich-rechtliches Webradio mit Musikjournalismus

Wolken an der Nordsee

Wolken an der Nordsee: Heimatsender NDR

Musikjournalismus ist im Radio selten geworden. Dudelradio aller Orten. Berlin hat wohl so viele Radiostationen wie keine andere deutsche Stadt, dennoch weiche ich immer wieder auf meinen Heimatsender Jugendsender, den NDR aus.

Beim Radio verhält es sich offenbar analog zu einem Douglas-Adams-Zitat:

Jeder Radiosender, den Du nach dem 35. Lebensjahr hörst, richtet sich gegen deine natürlichen Hörgewohnheiten.

Bei dem Radiomix, der heutzutage gespielt wird, fehlen mir eindeutig die Moderationen. Bitte keine flachen Witze, kein Hörer-Spaßtelefon, sondern Informationen zum Titel, zum Album oder zur Band. Beim NDR war »Der Club« so ein Format, an das ich mich gerne erinnere. Zugegeben: Vielleicht ist meine Erinnerung etwas verklärt. Das neue »NDR Blue« erinnert mich an diese Zeit.

Der Nachtclub, ein Überbleibsel dieser goldenen Radiozeit, läuft auf NDR Blue zu einer annehmbaren Zeit, beispielsweise sonnabends ab 9 Uhr und ab 16 Uhr: Wer es genauer wissen will: Programmschema für Montag bis Freitag und am Wochenende. Ein guter Service sind auch die Playlists zu jeder Sendung.

Quellen für NDR Blue sind in Niedersachsen das Digitalradio, dort und im Rest der Welt das Internet. Direkt für Dein Webradio unter http://www.ndr.de/resources/metadaten/audio/m3u/ndrblue.m3u

Flattr this!

Facebook-Bilderschnipsel

Christoph Kappes erläutert in Wort und Bild, warum ihn die Aufregung um die Abmahnung für das facebook-Vorschaubild kälter lässt als andere.

Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Google-Bildersuche spricht zwar von einer Urheberrechtsverletzung, die „Geltendmachung des Unterlassungsanspruchs“ sei jedoch „rechtsmissbräuchlich“.

Abmahnungen sind lästig – ohne Zweifel. Aber Abmahnungen haben die Funktion, Streitigkeiten auf direktem und kostengünstigem Weg ohne Einschaltung eines Gerichts beizulegen. Das wird sich hier allerdings wohl nicht vermeiden lassen, wenn die Sache geklärt werden soll.

Andererseits kann ich in einem Zivilverfahren auch jeden verklagen. Besondere Voraussetzungen sind dazu nicht nötig. Ob ich gewinne, steht auf einem anderen Blatt.

Flattr this!

Persönliche Energiewende

Unser Haushalt verbraucht mittlerweile mit vier Personen weniger Strom (2012 3736 kWh) als ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt (4050 kWh/a), wenn ich meiner heutigen Stromrechnung von Vattenfall glauben darf.

Stromverbrauch 2012

Stromverbrauch 2012

Trotz »Zuwachs« bei den elektronischen Geräten und zahlreichen Stand-By-Stromfressern, die aufgrund von Bequemlichkeit nicht immer alle komplett vom Strom getrennt werden, konnten wir den Stromverbrauch im Vergleich zum Vorjahr nochmals senken.

Das alles ohne persönliche Beratung von Peter Altmaier. Sein Ministerium sieht trotz unterdurchschnittlichem Verbrauch noch Einsparpotential von weiteren 1.140 kWh pro Jahr. Nur mit LED-Lampen und abschaltbaren Steckdosenleisten wird das nicht erreichbar sein. Wo müssten wir unsere Lebensqualität einschränken?

Verbrauchsziel 2013 (Screenshot: die-stromsparinitiative.de)

Verbrauchsziel 2013

Noch ein Wort zu Kosten: Nach der Preiserhöhung in unserem Tarif Vattenfall Berlin Natur (von 23,85 ct/kWh auf 27,37 ct/kWh) wechselten wir im letzten Jahr den Versorger und werden nun von R(h)einpower NaturStrom für 23,3 ct/kWh versorgt (inzwischen etwas teurer). Wechseln lohnt sich also – und die erhöhte EEG-Umlage ist schon drin.

Flattr this!

Netzpolitischer Rückblick 2012 bei Politik Digital

Internet Art (ssoosay CC BY 2.0)

With Internet Art I am not White, Black, Chinese, Indian, Arab, Mexican, Mixed Race. Old, Young or Whatever … (ssoosay on flickr (CC BY 2.0))

Politik Digital fragte viele Menschen, auch mich, ob 2012 netzpolitisch eher ein gutes oder ein schlechtes Jahr war.

Geantwortet haben (Auswahl) Andreas Jungherr, Peter Tauber, Dorothee Bär, Lars Klingbeil und Tobias Schwarz.

Meine Antwort:

2012 war ein gutes netzpolitisches Jahr, weil das Thema Internet nicht mehr nur von den “Onlinern” diskutiert und debattiert wird, sondern von allen in Politik und Gesellschaft. Beispielsweise sind über das Internet 2012 zahlreiche Bücher und Debattenbeiträge erschienen, die die Kluft zwischen Skeptikern und Optimisten, zwischen Nerds und Internet-Ausdruckern, zwischen digitalen Eingeborenen und analogen Gästen im Digitalen schließen wollen. Das freut mich ungemein.

National und international gibt es neue Ansätze, die politischen Fragen der Digitalisierung zu beantworten. Nicht immer gefallen allen die bisher gestellten Fragen oder die gegebenen Antworten, aber ich bin sicher: Das wird noch. Ohnehin ist eine Erkenntnis des zurückliegenden Jahres, dass die Anzahl der einfachen Antworten mit dem Internet noch kleiner geworden ist als ohne.

Die Freiheit, die das Internet jedem Einzelnen bietet, ist nahezu grenzenlos. Politik und Gesellschaft sollen dazu beitragen, dass die Menschen überall dieser Freiheit mit Verantwortung gerecht werden können. Daran sollten wir alle im nächsten Jahr weiter arbeiten.

Flattr this!