Abschied am Baumschulenweg

In den vergangenen Tagen sind viele Nachrufe auf Robin Meyer-Lucht erschienen. Lange habe ich überlegt, ob ich dieser Reihe einen würdigen hinzufügen könnte.

Robin habe ich kennengelernt bei den Vorbereitungen zur Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“. Er war damals ein kritischer Gesprächspartner, dessen Analyse ich sehr schätzte und die mir sehr geholfen hat.

Ich traue mir nicht zu, einen weiteren Nachruf zu verfassen, der meinen und vor allem seinen Ansprüchen gerecht werden würde.

Am vergangenen Mittwoch habe ich gemeinsam mit vielen anderen bei der Trauerfeier Abschied genommen. Bei carta.info hat Wolfgang Michal seine Trauerrede dokumentiert. Sie zeigt, wie wichtig Robin für die deutsche Medienlandschaft war.

Friedhof Baumschulenweg

Friedhof Baumschulenweg (Foto: Komórka Koordynac on picasa (CC BY-NC-SA 3.0))

Ebenfalls lesenswert: Thierry Chervel auf perlentaucher.de

Mir bleibt nur sagen: Robins Rat wird mir fehlen.

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Schmerzlicher Abschied

Ich habe Abschied genommen. Ein Abschied, der schmerzte. Die Stunde des Abschieds hatte viel Unversöhnliches, obwohl sie vermutlich als Versöhnungsgeste gedacht war.

Entpflichtung. Bürokratisches Kirchendeutsch.

Vorher hatte ich dieses Wort noch nie benutzt, nicht einmal gehört. Der Pfarrer hat Konsequenzen gezogen und sich vorzeitig von seiner Gemeinde getrennt. Von seiner Gemeinde, die nach dem Willen vieler in ihrer Leitung nicht mehr seine sein sollte. Er wurde entpflichtet, nicht verabschiedet.

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