Ein hörendes oder gehorsames Herz

Der Deutschland-Besuch des Papstes ist vorbei. Der Rummel, die Sicherheitsmaßnahmen, die Großveranstaltungen und die Gottesdienste sind Geschichte. Für viele Katholiken hat die Anwesenheit, die Nähe zum Papst eine besondere Bedeutung. Ich freue mich für sie, wenn die Begegnung mit dem Papst sie ihn ihrem Glauben gestärkt hat. Es ist ein überzeugender Glaubensbeweis, wenn sich überall in Deutschland zehntausende Christen gemeinsam versammeln und beten.

Auch ich bin immer wieder berührt, wenn ich in Gemeinschaft mit anderen meinen Glauben bezeugen kann. Besondere Bedeutung hat für mich jedoch der Vers aus dem Matthäus-Evangelium:

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. (Math 18,20)

Das ist das Besondere des evangelischen Glaubens, dass es eben nicht der Kirche bedarf, um seinen Glauben zu bezeugen.

Keiner soll alleine glauben.

Keiner soll alleine glauben. (Michael Panse on flickr.com (CC BY-ND 2.0))

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Schmerzlicher Abschied

Ich habe Abschied genommen. Ein Abschied, der schmerzte. Die Stunde des Abschieds hatte viel Unversöhnliches, obwohl sie vermutlich als Versöhnungsgeste gedacht war.

Entpflichtung. Bürokratisches Kirchendeutsch.

Vorher hatte ich dieses Wort noch nie benutzt, nicht einmal gehört. Der Pfarrer hat Konsequenzen gezogen und sich vorzeitig von seiner Gemeinde getrennt. Von seiner Gemeinde, die nach dem Willen vieler in ihrer Leitung nicht mehr seine sein sollte. Er wurde entpflichtet, nicht verabschiedet.

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