Flipboard 2.0: Ich bin Herausgeber

In den letzten Tagen ist viel darüber geschrieben worden, wie im Internet gelesen wird. Grund hierfür: Der Google Reader wird eingestellt. Mich hat das nicht über die Maßen berührt. Irgendwo wird sich eine Alternative finden lassen. Ich habe weniger als 70 Feeds in meinem Reader. Notfalls eben wie früher lokal und nicht in der Wolke.

Nötig war der Reader ohnehin nur als Quelle für die Flipboard-App auf dem iPad. Dort kann ich die 70 Feeds als Magazin lesen, je schöner die Bilder in einem Blogpost, umso besser.

Flipboard hat nur Stunden nach Googles Ankündigung reagiert. Mit einem Account bei Flipboard sind die Feeds gespeichert. Alles funktioniert weiter.

Mit der neuen Flipboard-App lassen sich aus nahezu beliebigen Inhalten neue Magazine bauen: Jeder kann zum Blattmacher werden und sein Magazin mit anderen teilen.

Screenshot: Titelbild meines ersten Flipboard-Magazins

Screenshot: Titelbild meines ersten Flipboard-Magazins

Mein erstes Magazin habe ich heute erstellt: New York: Tipps, Fotos und Erlebnisse. Nicht nur die eigenen Inhalte meines Blogs, sondern hinzu kommen Fotos von ToKo, Videos von Leonie, Tipps von Daniel und Sven und Geschichten von Eileen und Antrobius. Ergänzungen sind jederzeit möglich.

Derzeit ist Flipboard 2.0 nur für iOS-Geräte verfügbar, die App für Android folgt bald.

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Blogparade: Zeigt her eure Apps!

Lieblingsapps? Daniel Rehn, der neulich so wunderbar zum Frühstück über Demut im neuen BASE_camp sprach, hat zu einer Blogparade aufgerufen.

Aber ich schweife ab … Thema war: Zeigt her Eure Lieblingsapps. Romy aka Snoopsmaus hat heute schon vorgelegt. Was kann ich da bieten? Ich habe viel Mainstream auf dem iPad nehme ich an. Meine Auswahl:

Herz

Meine Lieblings-Apps (Foto: Salotte1 on flickr (CC BY-ND 2.0))

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Chaos mobil – Dabei will ich doch nur ein PDF lesen!

Ein guter Bekannter schickt mir per E-Mail eine Datei, die “vielleicht von Interesse” für mich ist. Er schreibt an meine dienstliche Mailadresse. Thema und Absender rufen den “Jetzt! Sofort! Haben wollen!”-Instikt wach. Das Ding ist auch nach Dienstschluss so interessant für mich, dass ich mir das un mittelbar ansehen will.

Aufgrund irgendwelcher Inkompatibilitäten zwischen dem Mailserver, Mailprogramm oder Betriebssystem auf der absendenden Seite und dem Exchange-Server, der die Mail entgegen nimmt, geht die Dateiendung verloren. Vielleicht hatte die Datei aber auch gar keine, die Windows versteht.

Ergebnis: ATT1968765.dat (524K) zeigt mir mein Blackberry an. Ein ähnliches Ergebnis auf dem iPad. Beide Endgeräte können die Datei nicht öffnen. Der Blackberry könnte es im Prinzip, weiß aber nicht, mit welcher Anwendung. Das iPad versagt komplett den Dienst. Schmucklose Meldung:

Mail kann diesen Anhang nicht öffnen.
Ich finde keinen Dreh, das Ding wenigstens auf dem iPad irgendwo zu speichern, um dann vielleicht mit dem Allroundtalent Goodreader weiterzukommen.

Ich will an den Inhalt! Jetzt! Sofort! Zunächst probiere ich die Weiterleitung an meine GMail-Adresse, manchmal hilft das. Aber leider wieder nur ATT1968765.dat. Mist.

Der Blackberry kann aber Anlagen auf die eingesetzte Micro-SD-Karte herunterladen. Zum Glück kann man dabei den Dateinamen und die Dateiendung ändern. Endlich kann aus .dat das vermutete .pdf werden.

Es folgt noch eine Warnung, dass die Anlage mit 524 KB sehr groß sei. Hui. 524 KByte sind eine große Datei. Das Gerät rät davon ab, solches zu tun – das könnte viel Geld kosten. Das ist ein berechtigter Einwand, wenn ich mir die Blackberry-Datentarife des Providers so ansehen. Offenbar werden Blackberry-Bits auf ihrem weiten Weg vom Gerät über den Sendemast, den Provider, den Server bei Blackberry und den Enterprise-Server, der zu meinem Gerät gehört, noch irgendwie mit Goldstaub bedampft.
Ich hatte allerdings den Blackberry  in einem WLAN angemeldet. Da fallen 524 KByte nicht weiter auf. Sinnlose Warnung ignoriert, Datei umbenannt und gespeichert. Einigermaßen glücklich.

Lesen ohne Kompatibilitätsprobleme

Lesen ohne Kompatibilitätsprobleme (Harald Link on flickr CC BY-NC-ND 2.0)

Bei einer Größe von mehr als 3MB versagt der Blackberry komplett: Die Anlage überschreitet die für das Herunterladen zulässige Größe von 3,0 MB. Das ist also die mobile Gegenwart 2012.

Doch wie nun die 524KB-große-PDF-Datei auf’s iPad bringen, damit ich den Text bequem lesen kann? Erste Idee: Bluetooth. Doch das iPad versteht sich nicht auf Dateitransfer per Bluetooth, schon gar nicht mit einem Blackberry. Dann eben wieder per Mail. Doch da streikt der Blackberry. Wahrscheinlich zur Beruhigung der sämtlicher Controlling-Stellen in den Unternehmen hat Blackberry dieses Feature gar nicht erst eingebaut. Dateien, die ich auf der Medienkarte habe, kann ich nur per Bluetooth an ein anderes Gerät schicken. E-Mail-Versand nicht vorgesehen.

Droht jetzt das Ende der Geschichte? Lesen vertagt, bis ich den Laptop oder Desktop einschalte? Nein. Eine Idee habe ich noch.

Der Sohn hat ein Android-Smartphone. Per Bluetooth nimmt das Android die Datei vom Blackberry entgegen und kann die Datei auch per E-Mail an mich zurückgeben. Die E-Mail kann ich am iPad öffnen, die Datei mit der jetzt richtigen Endung herunterladen und lesen.

Ich fasse zusammen: Um eine PDF-Datei ohne PDF im Namen mobil komfortabel lesbar zu machen, brauchte ich Blackberry, Apple und Android: Vom Apple Mac per Mail an Windows Exchange, empfangen auf Blackberry, per Bluetooth weiter an Android und von dort wieder an Apple iPad.

Am Ende des Textes stand übrigens der Hinweis, dass der Text auf dem Blog des Autoren veröffentlicht wird. Ich vermute etwas mehr Gelassenheit und weniger Ungeduld zahlen sich zukünftig doch aus.

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UdLDigital-iPad-App

Gestern wurde schon beim UdLDigital-Blog Zwischenbilanz gezogen, da bin ich mit meiner App-Kritik vielleicht schon zu spät? Steht die Version 2.0 ganz bald – gefühlt spätestens übermorgen – im App-Store…?

Wenn das allerdings nicht so ist, dann mache ich gerne ein paar Anmerkungen:

UdlDigital hat in Zusammenarbeit mit compuccino eine iPad-App entwickelt, die die Aktivitäten der Bundestagsabgeordneten darstellt. Auch biografische Informationen, Ausschussmitgliedschaften und Kontaktinformationen (auch die Telefonnummer!) sind da. Die intuitive Auswahl nach Fraktion, Bundesland oder Ausschuss führt schnell zum gesuchten Abgeordneten. Unter Meine Kontakte kann man sich die Lieblingsabgeordneten speichern. So hat man immer schnell alle „beobachteten“ Abgeordneten in der Übersicht.

Im Vergleich mit der Bundestags-App fehlen die parlamentarischen Aktivitäten aus dem Plenum. Die Bundestags-App verzichtet dafür auf die Nachrichten-Feeds und die Social Media Aktivitäten und ist auch nur in einer iPhone-Version vorhanden. So richtige Parlaments-Nerds müssen beide Apps haben.

Screenshot: UdL Digital-App

Screenshot: UdL Digital-App

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