NDR Blue: Öffentlich-rechtliches Webradio mit Musikjournalismus

Wolken an der Nordsee

Wolken an der Nordsee: Heimatsender NDR

Musikjournalismus ist im Radio selten geworden. Dudelradio aller Orten. Berlin hat wohl so viele Radiostationen wie keine andere deutsche Stadt, dennoch weiche ich immer wieder auf meinen Heimatsender Jugendsender, den NDR aus.

Beim Radio verhält es sich offenbar analog zu einem Douglas-Adams-Zitat:

Jeder Radiosender, den Du nach dem 35. Lebensjahr hörst, richtet sich gegen deine natürlichen Hörgewohnheiten.

Bei dem Radiomix, der heutzutage gespielt wird, fehlen mir eindeutig die Moderationen. Bitte keine flachen Witze, kein Hörer-Spaßtelefon, sondern Informationen zum Titel, zum Album oder zur Band. Beim NDR war »Der Club« so ein Format, an das ich mich gerne erinnere. Zugegeben: Vielleicht ist meine Erinnerung etwas verklärt. Das neue »NDR Blue« erinnert mich an diese Zeit.

Der Nachtclub, ein Überbleibsel dieser goldenen Radiozeit, läuft auf NDR Blue zu einer annehmbaren Zeit, beispielsweise sonnabends ab 9 Uhr und ab 16 Uhr: Wer es genauer wissen will: Programmschema für Montag bis Freitag und am Wochenende. Ein guter Service sind auch die Playlists zu jeder Sendung.

Quellen für NDR Blue sind in Niedersachsen das Digitalradio, dort und im Rest der Welt das Internet. Direkt für Dein Webradio unter http://www.ndr.de/resources/metadaten/audio/m3u/ndrblue.m3u

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The Haunted Man

Can we dance upon the tables again?

Wer bei dieser Songzeile jetzt wieder Gitarren-Geklampfe oder mindestens Karnevalmusik erwartet, den muss ich enttäuschen.

Für trübe Herbstabende ist dies genau die richtige Musik. Erinnert ein wenig an Kate Bush aus den 1980er. Sehr viel Stimme, manchmal jedoch zu hoch – die FAZ nennt es Helium-verspielt – wie in »Marilyn«. Ich rede von Bat for Lashes: The Haunted Man

Die Auskopplung Laura ist das pop-igste Stück. Hier in einer Live-Version von BBCtwo.

Ich habe von Musik ungefähr soviel Ahnung wie vom Eierlegen. Die wichtigste Einteilung, die ich vornehme, ist »gefällt mir« oder »gefällt mir nicht«. Bei »gefällt mir« kommt als verschärfte Form »kaufe ich« hinzu. Hier habe ich gekauft. Fast ein wenig schade, dass ich nur noch digital kaufe. Aber über das bemerkenswerte Cover haben schon alle anderen geschrieben.

Zum Kauf empfehle ich die CD oder für ungeduldige die MP3s.

Hier noch ein Stück aus dem Album:

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Womit Musik und Radio hören?

Seit Silvester 2006 bin ich begeisterter Fan des Musik-Netzwerks-Players Squeezebox. Der Gastgeber hatte ein solches Gerät und mit großer Begeisterung entdeckte ich die scheinbar unendliche Musiksammlung. Die Frage, wie ich meine Musiksammlung organisiere, hatte sich geklärt.

Im Januar 2007 war die Installation eines Squeezebox-Servers mein Einstieg in die Server-Welt. So richtig gut, sollte die nötige Serversoftware nur auf einem Debian-Server laufen, ließ ich mir sagen.  Endlose Abende und Wochenenden verbrachte ich  mit der Installation des Debian-Servers, der Squeezebox-Software und zahlreicher Plugins, damit auch alle relevanten Medienformate abgespielt werden konnten. Weitere Plugins zeigten den aktuellen Wetterbericht, Schlagzeilen oder den Eingang einer E-Mail an. Auf einem ausgemusterten PC installierte ich das alles, lies ihn 24/7 laufen und ignorierte die steigende Stromrechnung. Der Lohn waren etwas mehr als oberflächliche Linux-Kenntnisse. Jeder Musiktitel ist quasi sofort verfügbar.

Inzwischen bin ich auf ein NAS Qnap TS-212 NAS umgestiegen. Das bringt dank RAID mehr Datensicherheit und die Squeezebox-Server-Software installiert sich quasi nebenbei. Und unterstützt die persönliche Energiewende.

Im Laufe der Zeit sind aus einem Endgerät drei geworden. Squeezebox Classic, Boom und Squeezebox Radio beschallen Wohn-, Kinderzimmer und Küche. Die Classic ist immer noch das beste Gerät. Schlicht, funktional und zuverlässig.

Die Boom zickt gelegentlich beim WLAN-Betrieb. Bei der Radio habe ich vergeblich versucht, die Tastentöne zu deaktivieren.

Squeezebox Radio

Meine Squeezebox Radio ist bald ein Oldie.

Bei allen, die keinen eigenen Server haben, sondern über mysqueezebox Radio gehört haben, war in den letzten Tagen Sendepause. Technische Probleme haben die Radios für ein paar Tage wertlos gemacht. Mittlerweile sollen es wieder laufen. Lokale Squeezebox-Server waren von dem Problem nicht betroffen. Warum das Hören von Radiosendern überhaupt über einen zentralen Server organisiert wird? mysqueezebox wirkte für mich als langjähriger Nutzer auch immer etwas angeflanscht und nicht als Teil des Systems.

Zudem hat Logitech angekündigt, die Squeezebox-Reihe nicht fortzusetzen und statt dessen UE Smart Radio eingeführt. Wie die eigene Musiksammlung da integriert wird, ist mir unklar. Die Flexibilität und Offenheit, die Squeezeserver bietet, scheint UE Smart Radio nicht zu bieten.

Slim Devices-Schriftzug auf einer Squeezebox Classic

Slim Devices-Schriftzug auf einer Squeezebox Classic (Foto: _e.t on flickr.com CC BY-SA 2.0)

Hoffentlich finden sich da draußen genug musikbegeisterte Entwickler, die weiter an der Serversoftware arbeiten.

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Gitarren-Geklampfe

Eine Gitarre macht immer gute Stimmung, lädt zum Mitsingen oder wenigstens Mitsummen ein. Gitarre weckt Erinnerungen an Lagerfeuer und laue Sommerabende. Das ist im kalten November besonders dringend für mich.

Und manchmal denke, dass müsstest Du doch auch lernen können. „Geklampfe“ wie es zu Hause hies, klingt doch eher einfach. Die bescheidenen Versuche haben dann aber leider immer wieder gezeigt, wie unmusikalisch ich bin.

Zweimal „Gitarre“ will ich dennoch empfehlen:

Paper Lions, vier kanadische Jungs, auf die ich durch „A song a day“ aufmerksam wurde.

Das Stück „Polly Hill“ ist melancholisch, ruhig und so erholsam.

Das Album gibt es z.B. bei amazon Paper Lions: At Long Creek oder auch zum Download auf der Webseite der Band.

Eine junge intensive Stimme gehört Amy Holford. Das wird richtig dolle geklampft. Mag ich. Am liebsten dieses:

Mehr auf Soundcloud.

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