Fremdsprache oder Programmiersprache

BASIC-Code

BASIC-Code

In den 1980er lernte ich das Programmieren mit BASIC. Meine Schule hatte einen ehemaligen Kartenraum in einen Computerraum umfunktioniert. Dort standen vier Workstations, die mit monochromen Bildschirmen, zwei Acht-Zoll-Diskettenlaufwerken und einem riesigen Nadeldrucker ausgestattet waren und mir den Einstieg in die Informationstechnologie vermittelten. Leider habe ich keine Zeile Code von damals aufgehoben. Ich erinnere mich nur daran, dass ich die Disketten im Winter äußerst vorsichtig unter dem Parka in die Schule trug, um die wenigen Bytes vor der klirrenden Kälte zu schützen.

Wenn ich heute die Debatten um Informatikunterricht in der Schule verfolge und sehe, was meine Kinder in der Schule heute lernen, dann war meine Schule damals ziemlich weit vorne. Alles lesen

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Blogparade: mein Zeugnis in der Grundschule

Die Romy (snoopsmaus) lässt mich wohl zum Fan von Blogparaden werden. Dies hier ist jedenfalls die zweite, an der ich teilnehme. Auf beide wurde ich aufmerksam über Romys Blog.

Unser gemeinsames Thema: Grundschulzeugnisse. Meine Einschulung war im Herbst 1972. Ich nehme an, einige Leser waren da noch gar nicht geboren.

Ernüchternd: Meine Grundschulzeugnisse verraten nichts über mein Wesen damals. Eine schriftliche Beurteilung gab es nicht. Die Kopfnoten beschränkten sich auf ein „gut“ bei Verhalten in der Schule und ein weiteres „gut“ in der Kategorie „Beteiligung im Unterricht“. In der zweiten Klasse hat man auch das noch abgeschafft. Alles lesen

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Regulierungshelfer: elternprojekt.info

“Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.” So dichtete bereits Friedrich Schiller. Glaubt man dem Wiktionary wird damit Selbständigkeit gelobt.

Peter Tauber, Historiker und Bundestagsabgeordneter, machte daraus: “Der Regulierer im eigenen Haus erspart das Gesetz”. Er stellte fest:

Es ist bezeichnend, dass viele Eltern nach der Politik rufen, um unliebsame Inhalte aus dem Internet zu verbannen. (…) Der Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen zu Hause geht den Staat aber nichts an. Hier sind die Eltern gefragt.

Kinder müssen die richtigen Kompetenzen im Umgang mit den neuen Medien erlernen. Aber was, wenn die Eltern sich selbst nicht so sicher sind? Wenn sie nicht wissen, wie das alles so funktioniert mit dem Internet und mit der neuen Technik? Wenn sie regulieren wollen, aber die Regeln nicht kennen? Angeblich stehen Erwachsene jeder technischen Innovation, die nach der eigenen Pubertät erfunden wurde, eher skeptisch gegenüber.

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Lehrer – Beamte oder Angestellte?

Mit einem Appell hat sich der Schulleiter eines Reinickendorfer Gymnasiums an die Eltern seiner Schülerinnen und Schüler gewandt. Berlin sei für junge Lehrer einfach nicht attraktiv, stellt er fest. Die Lehrer würden in Berlin deutlich schlechter bezahlt. Pro Monat mache der Unterschied zum benachbarten Brandenburg oder zur Hansestadt Hamburg mehrere hundert Euro aus.

Er schreibt:

Aber selbst wenn sie eine Stelle in Berlin antreten, muss das nicht von Dauer sein: im laufenden Jahr haben bereits zwei Kolleginnen und Kollegen unserer Schule den Dienst in Berlin aufgekündigt.

Inzwischen sind an unserer Schule rund ein Viertel der Lehrkräfte Angestellte, die ihren Dienst – auch mitten im Schuljahr – kündigen können. Ich kann nur hoffen, dass sie das nicht tun, denn Ersatz ist schon heute – zumindest in Mangelfächern wie z.B. Physik oder Chemie – nicht zu bekommen, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung des letzten halben Jahres weiß. Ausfall bzw. Kürzung des Unterrichts ist dann die unvermeidbare Folge auch für Ihre Kinder.

Haus des Lehrers am Berliner Alexanderplatz

Haus des Lehrers am Berliner Alexanderplatz (pimgmx on flickr.com CC BY-NC 2.0)

Das höre ich als Vater und Elternvertreter mit Sorge. Offenbar fehlt es Berlin an motivierten Lehrern.  Alles lesen

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